TeilnehmerInnen / KünstlerInnen

Hadmut Bittiger

Hadmut Bittiger lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Berlin und im französischen Abelcourt. Nach Arbeitsaufenthalten in Belgien, Kanada und den USA beschäftigte sie sich mithilfe verschiedenster Materialien mit der Erforschung der menschlichen Kommunikation und des menschlichen Zusammenseins. Seit einigen Jahren bilden auditiv-visuelle Installationen den Schwerpunkt ihrer Arbeiten. Im Zuge von DIVERCITY wird die Künstlerin die Initiative “Vernetzung der Migrantenvereine im Reuterkiez” begleiten, Interviews mit den Mitgliedern und Kiezbewohnern führen und jene Stimmen am Ende in einer audio-visuellen, interaktiven Wandinstallation zusammenbringen. Die Polyvalenz der Perspektiven gibt dem Betrachter einen lebendigen Eindruck von der Vielfalt einer Stadt und seiner Bewohner.

Wird begleitet von: Ulrike Eichmann, Ekaterina Malenkova und Zoe Trimbur

Dirk Fahle

Der gebürtige Dortmunder arbeitete bereits in Deutschland, Israel und den USA mit Frottage Installationen zum Thema Interreligiösität. Seine bisherigen Arbeiten visualisieren in der Form von Schriften, Liniengerüsten und Architekturelementen die Spuren der drei monotheistischen Religionen. Bei seinem letzten Projekt “Die Präsenz des Anderen” wurden die Abdrücke in fünf religiösen Begegnungsstätten gezeigt. Die anderen Religionen sind also über einen bestimmten Zeitraum am eigenen Ort der Gottesbegegnung präsent. Auch bei DIVERCITY steht die Auseinandersetzung mit der Präsenz des Anderen im Vordergrund. Das Projekt soll nicht nur Synagogen, Kirchen und Moscheen eine veränderte visuelle Anmutung verleihen, sondern soll darüber hinaus zum Nachdenken über das Eigene und das Fremde anregen und zu einer Begegnung zwischen den Religionen beitragen.

Wird begleitet von: Klara Vanessa Groß und Jana Konieczny

Elisa Haug und Katarzyna Belski-Urban

Elisa Haug und Katarzyna Belski nähern sich interkulturellen Themen durch einen forschenden Blick und eine intermediale Methodik. Zentrale Themen sind dabei das Suchen und Scheitern, die Sehnsucht und Einsamkeit, die Haltlosigkeit und der Versuch einer Verortung. In der Auseinandersetzung mit Fragen der Identität im kulturellen und sozial-gesellschaftlichen Kontext führen Ihre Arbeiten oft in die Sphären der Literatur. Für das Projekt DIVERCITY sollen Fragmente des Gedichts “Sommernachtstraum” der polnischen Lyrikerin Wislawa Szymborska im Mittelpunkt stehen und Aspekte der Fremdheit und des Fremdseins verhandelt werden. In einer Art Experimentierlabor, das in Zusammenarbeit mit den Studierenden durchgeführt wird, entstehen irritierende Sinnbilder die im künstlerischen Schaffensprozess eine Reflektion von Selbst- und Fremdbild herausfordern.
Dieses Projekt entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem eb104 der TU Berlin

Video aus dem Experimentierlabor

Wird begleitet von: Robert Bohle, Valentina Cristante und Sarah Nekola

Meritxell Campos Olive

Die gebürtige Barcelonesin lebt und arbeitet seit 1999 in Berlin. Zahlreiche Workshops und Produktionen im internationalen Ausland machen die Begegnung verschiedener Kulturen sowie das Aufeinandertreffen verschiedener Tanzstile und künstlerischer Ausdrucksformen zum zentralen Thema ihres künstlerischen Schaffens. Das Tanztheaterstück “Traum zweier Städte- El sueño de dos ciudades”, das sie im Rahmen von DIVERCITY choreographieren wird, ist programmatisch für Meritxells Schaffen: Kulturaustausch, Kunstwerk, Arbeit mit einem internationalen Tanzteam und eine deutsch-spanische Co-Regie mit Moritz Stumm spiegelt die Leidenschaft der Künstlerin: den Tanz zwischen den Kulturen.

Wird begleitet von: Sonja Laube und Katharina Fitz

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Mariel Poppe

Nach dem Kunststudium an der UDK Berlin gewann die Künstlerin diverse Preise für ihre Muster/Punkte/Raster Installationen (z.B. Meisterschülerpreis der UDK). Auf zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen fanden ihre Werke, die oft die eigenen „Sichtweisen” anhand von Musterbögen fragmentieren, großen Zuspruch. Auch bei DIVERCITY beschäftigt sich Mariel Poppe mit Filtern und Rastern – den inneren Grenzen und einen fragmentierten Blick auf die Welt. Anhand von Überlagerungen und Überschneidungen verschiedener Formen werden Grenzen geographischer, sozialer oder kultureller Art, auf denen individuelle Identitätskonstrukte basieren, neu ausgehandelt. Die Künstlerin entlarvt dabei den eigenen selektiven Blick.

Wird begleitet von: Sandra Prophet

Denitza Todorova

Die gebürtige Bulgarin ist freischaffende Künstlerin und Studentin der Medienwissenschaften an der Universität Potsdam. Auch im Theater, Film und Musik Bereich konnte sie bereits zahlreiche Erfahrungen sammeln. Nach einem Auslandssemester in Istanbul entstand die Idee eines türkisch – deutschen Videoprojekts, bei dem sich die junge Künstlerin intensiv mit dem „Dialogbegriff” auseinandersetzt. Die Fragestellungen von jeweils drei jungen TeilnehmerInnen aus Berlin und Istanbul kreisen vor allem um Identitätssuche und -bildung und um den Zustand eines “Dazwischenseins” mit seinen Vor – und Nachteilen. Bei der Präsentation befindet sich der Betrachter zwischen zwei Leinwänden, und damit zwischen dem per Video inszenierten Dialog der TeilnehmerInnen. Die Dialogizität des Projekts evoziert einen ganz besonderen transkulturellen Zwischenraum, der im Wechselspiel der Perspektiven entsteht.

Wird begleitet von: Patrick Ewald und Sarah Nekola

Lisa Vanovitch

Lisa Vanovitch ist eine junge freischaffende Fotographie Künstlerin aus Berlin. Nach ihrem Abschluss an der Glasgow School of Art und diversen Auszeichnungen, z.B. dem Deutschen Jugendfotopreis 2000, hat sie ihre Arbeiten bereits in mehreren Ausstellungen in Berlin und Glasgow präsentiert. In ihren früheren Arbeiten beschäftigte sich die Künstlerin mit dem Thema „Klischees gegenüber Ausländern” oder „Terrorismus Paranoia”. Für DIVERCITY wird Lisa Vanovitch ganz individuelle „Ausblicke” aus Berliner Wohnungen einfangen und damit die „Eindrücke” von Bürgern unterschiedlicher kultureller Hintergründe, verschiedener sozialer Verhältnisse und Altersgruppen visualisieren.

Wird begleitet von: Sina Schröder

Tzveta Sofronieva

Die freie Autorin Tzveta Sofronieva lebt nach Aufenthalten u.a. in Bulgarien, den USA, Kanada, Großbritannien, Australien überwiegend in Berlin und schreibt auf Deutsch, Bulgarisch und Englisch Gedichte, Prosa und Theatertexte, Literaturinstallationen, Essays und wissenschaftliche Artikel. Sie veröffentlicht in mehreren Sprachen, übersetzt Poesie, initiierte das europäische Netzwerk „Verbotene Worte“ (1998-2007) und ist Herausgeberin der gleichnamigen Anthologie. Sie engagiert sich für Web Streaming Poetry und für Verbindungen zwischen Wissenschaft und Literatur. Ihr Interesse gilt dem interkulturellen und interdisziplinären Gespräch und dem Möglichkeitsraum der Sprache. In ihren Arbeiten reflektiert sie die Präsenz der Geschichte und der alltäglichen Orte und verwebt sie zu poetischen Bedeutungsnetzen. Für DIVERCITY stellt Tzveta Sofronieva einen kurzen Prosatext und vier Gedichte vor.

Wird begleitet von: Nicola Bzowy und Charlotte Silbermann


Anika Meier, Gernot Wöltjen, Sonja Laube und Katharina Fitz begleiten das Gesamtprojekt filmisch